Wir nehmen unseren Körper oft als selbstverständlich hin. Und das dürfen wir auch, denn ohne ihn wären wir nicht hier. Nicht in diesem Leben, nicht auf dieser Erde.
Unser Ich und unser Körper gehören zusammen. Das eine kann ohne
das andere nicht existieren, zumindest nicht in der materiellen Welt.
Doch auch wenn der Körper selbstverständlich
scheint, verdient er unsere Aufmerksamkeit. Er ist unsere Heimat in diesem
Leben. Ein treuer Begleiter, der immer da ist – Tag und Nacht, bei Sonne und
Regen, in Freude und Schmerz.
Aber unser Körper folgt den Gesetzen der
Materie: Er altert.
Vom ersten Atemzug an beginnt der Wandel – das
Werden und Vergehen, das Teil des grossen Kreislaufs ist.
Das kann beängstigend wirken, ja. Und manchmal auch schmerzhaft.
Doch es ist zugleich tief tröstlich: Denn dieser Wandel bedeutet Leben.
Unser Körper ist ein vorübergehendes Zuhause.
Egal, ob du dich zu gross oder zu klein fühlst, zu rund oder zu schmal – das
sind nur äussere Massstäbe, gemessen an anderen.
Wichtiger ist, dass dein Körper dich trägt. Dass du dich in ihm beheimatet
fühlst.
Und irgendwann bemerkst du: Dein Körper
spricht mit dir.
Er sendet dir Signale – Wärme und Kälte, Spannung und Ruhe, Lust und Schmerz.
Er reagiert auf deine Gefühle und verstärkt sie, manchmal zart, manchmal
heftig.
Er ruft dich zur Ruhe, wenn du übertreibst.
Darum: Sei gut zu ihm.
Pflege ihn, achte ihn, höre auf seine feinen Zeichen.
Denn dein Körper ist mehr als eine Hülle:
er ist dein Zuhause, für dieses eine Leben.
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